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Bootstaufe

 

Vor neun Jahren hat der Verein aus Mitgliederbeiträgen unser Standardboot „Sir Captain Morgan“ erworben. Dieses Boot wurde aus China importiert und in einem Überseecontainer verschifft. Dabei wurde im Nachhinein das Heck des Boots neu befestigt, denn es passte mit einer Länge von 12,49 m nicht in den Container. Inzwischen ist „Sir Captian Morgan“ im betagten Drachenbootalter und sozusagen ein „alter Herr“. Im kommenden Winter muss er für unsere Trainingszwecke neu aufgefrischt werden.

 

Um dem allgemeinen Trend im Drachenbootsport zu folgen, haben wir uns entschieden, ein Small Race Boot zu erwerben. Verwirklichen konnten wir das mit einer Spende der Stiftung der Sparkasse Märkisch Oderland und mit Geld aus unserer Vereinskasse. Am 5. April 2019 haben wir unser neues Boot beim Bootsbauer BUK in Schwerin abgeholt.

 

Mit Unterstützung der Firma Langhans Werbung wurde es beschriftet.

 

Jetzt soll das Boot einen Namen bekommen. Der Tradition folgend, haben wir einen weiblichen Vornamen gesucht – und nach intensiver Abstimmung im Verein auch gefunden.

 

Drachenboottaufen sind ein wenig anders, als man es von klassischen Schiffstaufen mit dem Zerschlagen einer Sektflasche kennt. Bevor ein Drachenboot zum ersten Mal das Wasser berührt, wird eine taoistische Zeremonie vollzogen.

 

Sie beginnt mit der Erzählung einer von vielen Legenden:

 

Weil ein chinesischer König nicht auf seinen Berater, einen chinesischen Staatsmann, hören wollte, wurde er während einer Seefahrt gefangen genommen. Und obwohl ihn der Berater gewarnt hatte, wurde dem armen Mann dennoch diese Tat zur Last gelegt. Daraufhin stürzte sich der unglückliche Poet in die Fluten. Als sich im Dorf herumsprach, dass sich der Mann das Leben nehmen wollte, fuhren die Menschen mit ihren Drachenbooten hinaus, um ihn zu retten. Die Geschichte sagt, so wurde das Drachenbootrennen geboren.

 

Zettelverbrennung und Asche-Zeremonie:

 

Auf symbolischen Geldscheinen wird jeder seine guten Wünsche schreiben, beispielsweise „Erfolg beim Rennen“ oder „Gesundheit für die Mannschaft“. Anschließend wird das Papier verbrannt und die Asche auf dem Haupt des Drachen verteilt, damit er dem schnöden Mammon entsagt. Dann gehen die Wünsche auch in Erfüllung, heißt es.

 

Besänftigungs-Zeremonie:

 

Der Drache muss als nächstes besänftigt und zum Vegetarier bekehrt werden. „Sonst frisst er Mannschaft und Zuschauer auf.“ Die Bekehrung zum Vegetarier soll durch eine Opfergabe in Form von Gemüse erreicht werden, dass dem Drachen ins Maul gelegt wird.

 

Mal-Zeremonie:

 

Jetzt muss der Drache zum Leben zu erwecken werden. Dazu werden ihm die Augen ausgemalt.

 

 

 

Erweckungs-Zeremonie:

 

„Drache erwache!“

 

„Flieg von Sieg zu Sieg!"

 

 

 

Skadi soll dein Name sein.

 

„Skadi“ oder auch Skade ist in der nordischen Mythologie die Göttin der Jagd und des Winters, nach der möglicherweise Skandinavien benannt wurde.

 

Nachdem die Götter ihren Vater Thiazi getötet hatten, reiste sie nach Asgard, um seinen Tod sühnen zu lassen. Sie verlangte einen Ehemann sowie, dass sie zum Lachen gebracht würde. Die erste Bitte wurde ihr unter der Voraussetzung, ihren Zukünftigen nur anhand seiner Füße auszuwählen, gewährt. So wählte Skadi Njörðr anhand seiner Füße aus, obwohl sie auf Balder hoffte. Die zweite Bitte wurde ihr von Loki erfüllt, der sie mit einer Ziege zum Lachen brachte. Er band seine Hoden mit einem Band am Kinnbart der Ziege fest und begann eine Art „Tauziehen“. Überwältigt von diesem albernen Anblick, brach Skadi in schallendes Gelächter aus. Damit war sie mit den Asen versöhnt. Odin selbst tat Überbuße, indem er ihres Vaters Augen an den Himmel warf, wo sie fortan als zwei Sterne funkelten. Die Ehe mit Njörðr ging nicht gut – Skadi liebte die Berge, Njörd dagegen das Meer. So vereinbarten sie, jeweils 9 Nächte an einem Ort zu verbringen, jedoch war diese Lösung nicht von Erfolg gekrönt. Skadi störte sich am Geschrei der Meeresvögel und Njörd am Wolfsgeheul. So ging Skadi zurück nach Thrymheim, wo sie gerne mit dem Bogen auf die Jagd ging.

 

Bevor das Boot zu Wasser lassen wird, werden auch die Geister des Bötzsees milde gestimmt und ihnen Opfergaben mittels Reis und Blumen erbracht.

 

Uns gibt es auch in der Zeitung zu sehen.